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Beyza Mokka: Meine Situation ist Fluch und Segen zugleich!

Wer kennt es nicht? Man will einfach nur sein Leben leben, doch irgendwie kommt doch immer wieder etwas dazwischen – Auto kaputt, ein Kollege wird krank, für den man nun zusätzlich übernehmen muss – und neben den üblichen Alltagsproblemen bricht dir dann auch noch ein Zahn ab!? Oft sind das aber tatsächlich nur „Kleinigkeiten“, die einem das Leben schwer machen.


Die große Frage ist hier doch: Was sind Probleme und wie geht man mit diesen Höhen und Tiefen des Lebens am besten um? Wenn jemand diese Frage beantworten kann, dann ist es „Beyza Mokka“. Eine wunderschöne, bewundernswerte, starke, junge Frau, die durch die Krankheit Meningokokken (Hirnhautentzündung) ihre Arme und Beine verloren hat.
Boulewahr hatte exklusiv die Gelegenheit, mit ihr über ihren Schicksalsschlag zu sprechen.

„Meine Situation ist Fluch und Segen zugleich!“

Wie ist das möglich, ohne Arme und Beine zu leben? Und dann auch noch einen so sagenhaften Mut zu beweisen, damit an die Öffentlichkeit zu gehen? Chapeau – in alle Ewigkeit!  „Ich möchte Menschen mit Schicksalsschlägen Motivation sein und Gesunden zeigen, dass man dankbarer sein sollte, für das was man hat!“, sagt Beyza ganz klipp und klar. „Meine Situation ist Fluch und Segen zugleich!“ Sie ist viel selbstbewusster geworden.

Doch auch sie hat selbstverständlich extrem schlechte Tage, wo Sie einfach nur weinen will. Dennoch hat sie diese Herausforderung angenommen und akzeptiert, und lebt ihr Leben als großes Vorbild für viele Menschen auf dieser Welt. „Macht das Beste draus, seid gut zu euch selbst und schätzt vor allem das, was ihr habt!“, fügt sie dem bedeutungsvoll hinzu.

Beyza beschreibt sich selbst als humorvoll, „weil ich über mich selbst lachen kann“, motiviert, „weil ich meistens optimistisch bin“, und ungeduldig „weil ich meine Ziele immer so schnell wie möglich erreichen will!“ Natürlich gibt auch Beyza Mokka vieles nicht in der Öffentlichkeit bekannt, was ihrer Meinung nach auch einfach nicht in die Öffentlichkeit gehört, und merkt an: „Somit kann man teilweise diesen „Shitstorm“ vermeiden!

„Rihanna ist mein Vorbild“

Rihanna ist mein Vorbild! Nicht, weil sie sich freizügig kleidet und raucht etc., sondern weil sie ehrgeizig, hilfsbereit und immer erfolgreich ist, in allem was sie tut.“ Für Beyza noch ein Grund mehr, an ihren zukünftigen, persönlichen Zielen und Projekten festzuhalten. In Planung sind zunächst eine Nierentransplantation und eine Handtransplantation. „Ich will auch endlich wieder arbeiten gehen und Auto fahren können!“

Zunächst hofft sie jedoch, bald operiert zu werden und nicht mehr zur Dialyse (Blutreinigung) gehen zu müssen. Leider war dies durch die Corona-Krise bisher nicht möglich. Doch auch das wird die starke, junge Lady noch meistern. Denn sie wird niemals vergessen, als sie im Koma träumte, dass Gott zu ihr sagte: „Du bekommst eine 2. Chance von mir!“ Und als sie das erste mal auf ihren Beinprothesen laufen durfte: „Ich war extrem aufgeregt, weil ich monatelang auf einen Rollstuhl angewiesen war!“

Boulewahr wünscht diesem beeindruckenden, jungen Menschen alles Gute für die Zukunft und bedankt sich für ein solches Interview.

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