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„BTN“-Sandy Fähse: „Die Bühne ist meine Therapie!“

Sandy Fähse zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten im deutschen Fernsehen: schlagfertig, cool, erfolgreich. Bei der Serie „Berlin – Tag & Nacht“ überzeugt er seit 2014 in der Rolle des Aufreißers Leon Hoffmann. Erst kürzlich gründete er außerdem seine eigene Firma „YouRise“ und begibt sich damit auf eine neue Ebene im Business. Was aber fast keiner weiß: Der wortgewandte Sauerländer konnte früher kaum sprechen! Im exklusiven Gespräch mit BOULEWAHR verrät er uns, worum es geht.

Auf seinem Instagram-Account folgen Sandy mehr als 300.000 Fans. Fotos: Instagram, C. Yunck (2)

Mittlerweile hat Sandy schon mehr als 300.000 Follower alleine auf Instagram. Und die wollen natürlich auch unterhalten werden! Instagram-Storys, in denen der TV-Star seine Fans mit Monologen, lustigen Erzählungen und flotten Sprüchen auf dem Laufenden hält, stehen also auf der Tagesordnung. Auch im Fernsehen bei „Berlin – Tag und Nacht“ zeigt der Schauspieler gern seine Sprechtalent.

Wegen seines Stotterns wurde Sandy als Kind ausgegrenzt

Beim Event von „Range Rover“ traf Sandy auf TV-Kollegin Janine Pink. Während er bei „Berlin – Tag und Nacht“ aktiv war, spielte sie lange Zeit bei „Köln 50667″ mit.

Kaum zu glauben, dass genau das in seiner Jugend sein größtes Problem war. Das berichtet uns der TV-Star am Rande der Vorstellung des neuen „Range Rover Evoque“ im exklusiven Gespräch: „Ich habe früher stark gestottert und konnte kaum reden“. Wow, wer hätte das gedacht! Der sonst so eloquente und sprachfertige Schauspieler hat sich seine heutige Stärke mit einem harten Kampf antrainieren müssen. 

„Es war damals hart. Alle haben mich gemieden. Als kleiner Junge fragst du dich dann: ‚Warum ist das so‘? Fest stand für mich: Ich habe gestottert, ich war also komisch…“ Gerade in der Phase seiner Jugend war es für Sandy hart, aufgrund des Stotterns ausgegrenzt zu werden. Wer ihn unterstützt hat? „Mein Hund – der war mein bester Kumpel. Und meine Familie natürlich: meine Mutter, meine Brüder, meine Schwestern“.

In seinen jungen Jahren hatte Sandy ein großes sprachliches Problem.

Sandy wurde also ganz und gar nicht als TV-Talent geboren. Vielmehr liegen seine Ursprünge auf der Bühne, und zwar seitdem er acht Jahre alt ist: „Ich habe dann irgendwann die Bühne für mich entdeckt. Den Anstoß dazu gab mein Therapeut. Wenn du auf der Bühne bist und in eine andere Rolle schlüpfst, dann hast du nicht mehr das Gefühl, dass dich alle wegen deines Stotterns anschauen. Sondern weil du jemand anders bist. Da konnte ich zum ersten Mal wieder frei reden. Das hat mir als Kind Kraft gegeben“. 

Von der Bühne über den Job als Animateur ins Fernsehen…

Doch zwischen seinem Sprung auf die Bühne und seiner Präsenz im deutschen Fernsehen, machte Sandy noch eine ganz andere Erfahrung. „Die Bühne war für mich erst mal nur eine Form der Therapie. Ansonsten ein Hobby“, erinnert sich der 34-Jährige, der sich mehr und mehr öffnen konnte und so immer mehr Lebensfreude gewann.

Sandy ist seit 2014 Teil von „Berlin – Tag und Nacht“. Hier posiert er mit seinen Kollegen.

Beruflich sucht er sich dann eine entsprechende Erfüllung: „Ich habe dann irgendwann bei der TUI angefangen. Erst als Teens-Animateur, dann wurde ich schnell zum Teamleiter. Am Ende habe ich dann die täglichen Shows konzipiert. Und dann hat mich irgendwann das Fernsehen angesprochen„, erklärt uns der TV-Star seinen ungewöhnlichen Weg.

Das macht er mit seiner eigenen Firma

Und wie geht es ihm heute mit seiner sprachlichen Barriere aus Kindes-Zeiten? Fehlen ihm noch manchmal die Worte? „Ja“, antwortet uns der Fußball-Fan. „Dann muss ich mich kurz konzentrieren, wieder sammeln, und das geht das“. 

So sieht die Website von Sandys Firma „You Rise“ aus.

Und diese früh erlernte Disziplin bringt Sandy nicht nur vor der Kamera eine Menge Erfolg ein.  2017 gründete er nämlich zusätzlich zu seiner Schauspiel-Karriere seine eigene Firma „YouRise“, die sich auf  den Social Media-Bereich und auf Marketing konzentriert. Obwohl soziale Netzwerke aktuell einen großen Teil seines Lebens bestimmen, weiß auch er: „Alles muss man in gewissen Maßen machen, dann ist es auch schön„. Und das Fernsehen? „Das würde ich nie wieder aufgeben wollen.“ Muss er ja auch nicht… 

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