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Charlotte Roche: Ich finde, dass Massentierhaltung wirklich verboten werden sollte

Charlotte Roche (41) war in der Talkshow von Markus Lanz (50) zu Gast und traf dort auf den FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (67). Die Sprache kam schnell auf das Thema Umweltschutz. Während der Politiker erzürnt ist über den angeblichen Traum der Grünen, Deutschland zu einem fleischlosen Land zu machen, fordert Charlotte mehr Einhalt beim Thema Fleisch und Fliegen.

Pfui, Massentierhaltung

Dies tat sie, indem sie auf die Folgen von Massentierhaltung in Bezug auf das Tierwohl und die Auswirkungen auf die Umwelt aufmerksam machte. Wolfgang Kubicki konnte da nicht viel mehr tun, als der Autorin stumm zuzuhören, wie sie wetterte: „Wenn man da sitzt und so Witze macht ‘Ich will weiter Fleisch essen’ – das klingt für mich richtig hart und irgendwie weltfremd heutzutage. Sich so darauf zu versteifen, dass man sich das nicht wegnehmen lassen will und sich nicht damit beschäftigt, wie sehr das die Umwelt schädigt, was für eine unfassbare Tierquälerei das ist, die hier in Massen in diesem Land vor sich geht. Ich finde, dass Massentierhaltung wirklich verboten werden sollte, und ich bin absolut dagegen, dass es so billiges Fleisch gibt.“

Wo anfangen?

Genauso regt sie auf, dass sich Menschen wie Wolfgang Kubicki nicht beim Fliegen einschränken wollen, um das Klima zu schonen. Sie schlug sogar einen Nackt-Protest vor, um auf die Schäden vom Reisen in der Luft aufmerksam zu machen: „Zum Beispiel kann ich es überhaupt nicht mehr aushalten, dass Kerosin nicht mehr besteuert wird. Das ist für mich persönlich nicht mehr auszuhalten, so dass man sich nackt an Flugzeuge ketten sollte, damit die nicht mehr fliegen. Das versaut so sehr die Umwelt, und alle fliegen billig in der Gegend rum. Das soll teuer sein! Alles muss teuer werden, was schädlich ist für die Umwelt.“ Schließlich müsse man mit dem Umweltschutz irgendwo ansetzen – das könne eine Kerosinsteuer oder ein Verbot von Plastik sein. Charlotte Roche erntete für ihr leidenschaftliches Plädoyer reichlich Applaus.

© Cover Media 

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