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„DSDS“-Alicia: „Man sollte mich besser nicht unterschätzen…!“

Als eine der Top Ten-Kandidaten bei „DSDS“ hat Alicia Awa Beissert die halbe Reise auf dem Weg zu „Deutschlands neuem Superstar“ schon hinter sich gelassen. Mit der goldenen CD von Jurorin Oana Nechiti und ihrer riesigen Fanbase im Netz geht sie sogar als eine der Favoritinnen ins Rennen. BOULEWAHR sprach mit der schönen Kandidatin über ihre Chancen, ihre Nervosität und über gemeine Vorurteile, mit denen sie schon immer zu kämpfen hatte.

Alicia überstand auch den Recall im österreichischen Ischgl.

„Man hat Angst, die Jury zu sehen. Man hat Angst vor seiner Performance“, gesteht Alicia ganz offen, als wir sie einen Tag vor dem bislang größten Auftritt ihrer Karriere am Telefon erreichen. Am Samstag wird die bei „Deutschland sucht den Superstar“ (20.15 Uhr, RTL) live vor einem Millionen-Publikum auftreten. Klar macht sich da dann auch eine gewisse Aufgeregtheit bemerkbar. „Oh ja, ich bin dann immer so viel am plappern und rede und rede – vieles macht dann leider auch wenig Sinn“, sagt Alicia und muss lachen.

Dennoch gelingt es ihr dank ein paar Tricks auch ihre Mitte zu finden: „Ich versuche einfach meine Augen zu schließen und Atemübungen zu machen. In solchen Situationen vergesse ich nämlich oft zu atmen, auch beim Singen“. Oha, das sollte auf der Bühne ja nun wirklich nicht passieren.

Alicia zu BOULEWAHR: „Viele denken leider, ich sei arrogant!“

Alicia zeigt sich auf ihrem Instagram-Account auch mal sexy.

Doch wieso so nervös? Ihre zahlreichen Fans auf Instagram haben sich in den letzten zwei Monaten verdoppelt, sind auf knapp 250.000 angestiegen. Da müsste sich Alicia doch kaum Gedanken über die entsprechenden Anrufe machen, oder? „Klar freut mich das, aber ich bin definitiv kein Mensch, der sich darauf ausruht. Aber es ist schön zu sehen, dass ich so eine Rückendeckung habe und den Leuten das gefällt, was ich mache“.

Doch diesen Rückenwind hatte die Sängerin nicht immer: „Vor allem bei meinem Facebook-Publikum bin ich eher noch ‚Die Arrogante‘. Einige haben leider dieses Schubladendenken. Auch während meiner Abi-Zeit war es so, dass viele, die mich wirklich kennenlernten, sich wunderten und zu mir sagten: ‚Du bist ja gar nicht so arrogant‘. Ich hoffe einfach nicht, dass ich sowas ausstrahle.“

Die Sängerin zeigt auch gerne ihren guten Mode-Geschmack. Fotos: Instagram, RTL

Mit diesem Vorurteil hat sie in ihren Augen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Ausstrahlungskraft und ihres Selbstbewusstseins oft zu kämpfen. „Als ich zu DSDS gekommen bin, haben mich viele unterschätzt. Einige dachten sicher, mein Auftritt würde ein richtiger Reinfall werden.“ Klar, in den Medien gilt Alicia bereits jetzt als eine der hübschesten und attraktivsten Kandidaten aller Staffeln. Aber genau das möchte sie hinter sich lassen: „Gerade jetzt in der Liveshow möchte ich beweisen, dass ich nicht diese typische Quotenschönheit bin. Sondern, dass ich wegen meiner Stimme in die Top Ten gekommen bin“. 

Das hat die schöne Sängerin jahrelang runtergezogen

Alicias Vorbild ist Michael Jackson.

Auch wegen ihrer Hautfarbe wurde Alicia schon oftmals von Anderen unterschätzt: „Ich muss mir manchmal echt noch anhören ‚Boah, du sprichst richtig gut deutsch!‘. Aber ich bin ja schließlich hier geboren und mein Vater ist auch Deutscher“. Deshalb nutzt die gebürtige Bochumerin auch speziell Instagram, um diesen fälschlichen Erwartungen ein Ende zu setzen: „Ich kenne nicht so viele bekannte dunkelhäutige Influencer oder Musiker in Deutschland. Ich glaube, dass mich dann einfach viele farbige Mädchen zum Vorbild nehmen. So habe ich es auch gemacht als ich Kind war.“

Außerdem reist die Musikerin gerne.

Jetzt steht Alicia in der Öffentlichkeit und musste lernen, dass sie trotz ihres Talents nicht allen gefallen kann: „Ich weiß, dass mich nicht jeder mögen muss. Aber ich versuche es zu vermeiden, den Menschen Anlass zu geben, mich nicht zu mögen. Bevor ich in diesen Minusbereich gerate, möchte ich lieber neutral gesehen werden. Mit der Kritik, ich sei arrogant, bin ich ganz lange nicht klargekommen. Ich bin leider auch so ein Typ, der immer darauf hört. Und dann suche ich nach diesen Dingen, die man mir vorwirft. Ich hinterfrage dann alles und will wissen, ob ich mich wirklich falsch verhalte. Das zieht einen natürlich runter“.

So sehr wird sie von ihren Eltern unterstützt

Die Bochumerin erntet auf Instagram viel Zuspruch – aber auch Kritik.

Was Alicia oftmals vergisst: Auf einen negativen Kommentar, kommt meistens das zwanzigfache an positiven? „Das stimmt. Wenn einer kommentiert, ich sei unsympathisch, kommen ungefähr 20 Leute, die mich dann verteidigen. Das ist schon krass. Früher habe ich mir nur über diesen einen negativen Kommentar Gedanken gemacht. Jetzt habe ich aber irgendwie gelernt, damit umzugehen. Einfach wegzuschauen und den Kopf abzuschalten – und an die positiven Dinge denken.“

Alicia wurde von ihrer Mama Hadizeton Dressler-Beissert zum „DSDS“-Casting begleitet.

Mit ihrer Teilnahme bei „DSDS“ hat Alicia nun mal eine emotionale Veränderung durchgemacht. Und ihre Eltern stehen ihr dabei immer zur Seite: „Meine Mutter ist für mich wie eine Freundin. Nach dem Auslands-Recall in Thailand galt mein erster Anruf ihr.“ Doch nicht nur Mama ist ein Edel-Fan. „Mein Papa ist auch voll dabei. Er freut sich, gibt mir immer Tipps und motiviert mich. Wenn mir ein Song nicht gefällt, dann sagt er: ‚Ich finde, das Lied ist geil. Denk doch mal nach, warum die dir das gegeben haben‘. Mit seiner positiven Art bringt er mich immer zurück.“

Spezielle Atemübungen, der Rückhalt im Netz, die familiäre Unterstützung und jetzt noch die Aufklärung, dass Alicia einfach oft falsch eingeschätzt wird – da dürfte doch in der ersten Live-Show wirklich nichts schiefgehen. BOULEWAHR wünscht in jedem Fall viel Erfolg.

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