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Günther Jauch: Sie müssen Spaß daran haben

Günther Jauch (63) wird demnächst mit ‘Wer wird Millionär?’ das 20-jährige Jubiläum feiern. Nur wenige Shows im deutschen Fernsehen haben zwei Jahrzehnte überlebt. Wie schafft man so etwas?

Veränderungen sind nicht immer gut

Der Moderator hat da einige Theorien, die er gegenüber ‘DWDL’ äußert. Dass sich die Quizsendung seit fast 20 Jahren auf dem Bildschirm halte, liege unter anderem darin, dass sich der Kern der Sendung nie verändert habe: „Dieses absolut simple ‘15 Fragen bis zur Million’- Konzept mit anfangs drei Jokern. Jetzt sind es halt vier. Ich rate auch dazu, nicht an diesem Markenkern zu rühren. Ich habe nichts dagegen, hier und da mal ein Special zu machen – vom Prinzip her sollte die Marke aber in ihrer fast schon genialen Einfachheit bestehen bleiben.“ Kleine Veränderungen, etwa in Bezug auf Beleuchtung und Musik, seien dabei erlaubt, und hätten der Sendung auch nicht geschadet.

Gesunde Neugier

Viel wichtiger sei aber, den richtigen Moderator für solch eine Sendung an der Hand zu haben; und Günther Jauch sei eben der richtige Moderator, weil er Menschen liebe und die Kandidaten in den Fokus jeder Folge rücke. Der Entertainer führt diesbezüglich aus: „Ich muss für ‘Wer wird Millionär?’ nicht viel mehr mitbringen als eine gesunde Neugier. Zum einen auf die Fragen bzw. Antworten, aber noch wichtiger auf die Menschen. Wenn Sie ein Misanthrop sind, werden Sie als Moderator dieser Sendung ihre Probleme haben. Sie müssen Spaß daran haben, mit Gottes großem Zoo umzugehen. Da es unendlich verschiedene Menschen gibt und ebenso viele Fragen, kommt der Verdacht auf, dass sich das Konzept dieser Sendung auch niemals erschöpfen wird.“ Solange auch die Zuschauer noch Freude daran hätten, Menschen beim Beantworten von Fragen zuzusehen, werde ‘Wer wird Millionär?’ weiterhin erfolgreich sein.

© Cover Media

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