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Ingo Kantorek: Vom Militär zu „Köln 50667″ – und jetzt Tatort?

Ingo Kantorek ist aus dem Fernsehen nicht mehr wegzudenken. Seit sieben Jahren spielt der 45-Jährige in der Erfolgs-Serie „Köln 50667“ die Rolle von „Alex Kowalski“. Dort überzeugt er mit seiner rauen, aber total authentischen Art. Karrieretechnisch läuft es also rund. Doch nun könnten sich plötzlich ganz neue Möglichkeiten ergeben. Im exklusiven BOULEWAHR-Interview spricht Ingo über spannende Optionen, die vielen Menschen, die ihn unterschätzen und darüber, was er für seinen Traumberuf alles aufgegeben hat.

Ingo ist Gründungsmitglied von „Köln 50667“.

Ingo Kantorek hat als Schauspieler quasi bei Null angefangen und wurde mit seiner ersten Rolle in der damals brandneuen RTLII-Serie „Köln 50667 ins kalte Wasser geworfen. Doch genau diese Chance nutzte er voll und ganz.

Er wurde schnell zu einem DER Gesichter der beliebten Kult-Sendung und erarbeitete sich auf diese Art sehr viele und vor allem treue Fans.

Er schmiss seinen gut bezahlten Job, weil er unbedingt TV-Star werden wollte

„Ich habe damals einfach losgelegt. Die Produktion wollte, dass ich authentisch bin. Das habe ich ihnen gegeben und seitdem sind wir sehr happy miteinander„, erklärt der 45-Jährige in unserem Interview. Um seinen Traum leben zu können, hat Ingo damals seinen gut bezahlten Job aufgegeben. 

Ingo war lange Jahre Teil des Militärs, war viel in der ganzen Welt unterwegs.

„Damals war ich Triebwerkmechaniker für Flugzeuge, habe gut verdient und bin um die ganze Welt geflogen. Maschinen sind meine Leidenschaft“, sagt Ingo, der vorher vier Jahre beim Militär war und hatte sich dort auf Überschall-Triebwerke für Kampfjets spezialisiert. Anschließend war er zwölf Jahre in der zivilen Luftfahrt beschäftigt.

Ingo arbeitete auch auf einer Bohr-Insel.

Doch den Job schmiss er mit 38 Jahren hin. „Das ist schon ein Risiko gewesen, aber das Schauspielern war nunmal auch ein großer Traum von mir. Und ich bin ein Typ, der nichts unversucht lässt. Dann habe ich alles auf diese Karte gesetzt.“ Deshalb besuchte Ingo vor sieben Jahren das TV-Casting und ist seitdem in erster Linie Schauspieler.

Ingo spielt bei „Köln 50667″ den herzlichen Kumpel-Typ „Alex“ – hier mit „Mel“, alias Mandy-Kay Bart. Fotos: Instagram, RTLII, privat

Und wie ist seine Familie damals mit dieser Entscheidung zu Recht gekommen. „Meine Frau hat mich immer bei allem unterstützt, was ich gemacht habe. Sie hat das Risiko damals abgewogen. Aber klar kamen von außen damals Sprüche. Typisch deutsch eben. ‚Du hast doch einen guten Job, verdienst gutes Geld. Kauf dein Haus und gut ist‘. Aber so denke ich nicht“, schildert Ingo seine Startphase als Schauspieler.

Und er hat Erfolg, wird zu einem der Gesichter der RTLII-Show mit den starken Quoten. Dennoch stört ihn eine Sache gewaltig…

Ingo wird als Nachfolger einer TV-Legende gehandelt

„Wenn man für ein Format wie ‚Köln 50667‘ vor der Kamera steht, wird man oft unterschätzt. Aber das ist richtig harte Arbeit und man muss schon was draufhaben. Nur leider erkennt das nicht immer jeder und viele andere Produktionen haben Berührung-Ängste“, erklärt uns Ingo.

Wird Ingo jetzt Tatort-Kommissar – und Nachfolger von Götz George?

Aber aktuell scheinen sich auch andere Möglichkeiten zu ergeben. In der Vergangenheit sprach BOULEWAHR schon einmal mit Ingo über seine Traumrollen, er nannte den „Tatort“. Aktuellen Spekulationen zu Folge könnte sich genau eine solche Rolle nun ergeben. Ingo sagt uns dazu: „Grundsätzlich steht der Tatort bei mir ganz oben. Ich schaue immer fleißig, bin Fan seit eh und je. Da mitzuspielen – ob als Böser oder gar als Kommissar – wäre natürlich ein Traum.“ Einer, der bald in Erfüllung geht? „Dazu kann ich derzeit nichts sagen. Sorry, Leute.“

Ohaaa, ein Dementi klingt aber dann doch ein bisschen anders. Als Möglichkeit sehen viele Fans den Duisburger Tatort. Das wäre ja was… Kantorek als Nachfolger des legendären Götz George alias Kommissar Horst Schimanski? „Klar, das wäre absurd gut!“, gibt Ingo zu.

Ingo: „Alles hinschmeißen? Daran denkt doch jeder mal…“

Ingo (r.) ist von Beginn an Teil der „50667″-Crew.

Aber auch andere Rollen kämen in Frage: „Eine Action-Serie würde mir Spaß machen. Letztes Jahr war ich bei ‚Team 13- Freundschaft zählt‘ dabei. Das war schon megageil und hat mich angefixt. Die renommierten Kollegen haben mich noch mal auf ein anderes Level gepusht.“ Auch die TNT-Serie ‚4 Blocks‘ würde den Niedersachsen reizen.

Für die aktuelle Staffel bei „Köln 50667“ hat Ingo Kantorek noch einen Vertrag. Gedanken, die Serie zu verlassen, gab es schon einmal: „Das hat doch jeder in seinem Job mal. Die meisten Tage sind super, aber es gibt auch mal die, an denen man alles hinwerfen will. Aber grundsätzlich fühle ich mich wohl, das Team ist klasse und ich bin dankbar für alles.“ Alles andere sei Meckern auf hohem Niveau. 

Diese Leidenschaft teilt er mit seiner Ehefrau

Der 45-Jährige ist Markenbotschafter von „Harley Davidson“.

Und nicht nur bei „Köln 50667“ ist Ingo ein Gesicht. „Ich bin Markenbotschafter für Harley Davidson. Das Motorrad ist schon seit meiner Kindheit mein Ding. Auch meine Frau hat einen Motorradführerschein. Das ist für mich ein Gefühl von Freiheit. Dieses Abschalten tut mir gut, das Nach-Haus-Rollen nach der Arbeit ist mein Yoga.“ Dennoch ist sich Ingo Kantorek auch seiner großen Verantwortung bewusst.

Ingo ist mit seiner Frau Susana seit Langem glücklich.

Die Gefahr unterschätzt der Hannoveraner nicht. „Anfang der Saison rechnen die Auto- und LKW-Fahrer noch nicht mit einem. Ich hatte schon Leute, die mir vor die Karren gefahren sind. Da muss man immer gut aufpassen. Ich habe schon etliche Situationen erlebt, in denen es knapp war. Freunde von mir hatten da weniger Glück“, sagt Ingo nachdenklich.

Umso wichtiger ist dem TV-Star, auf das Alles aufmerksam zu machen. Und vielleicht schon bald mit größerer Bühne – als erster Tatort-Ermittler auf einer Harley Davidson.

Als Journalist mit langjähriger Erfahrung in verschiedenen Verlagshäusern machte sich Bastian May am 19. Januar mit BOULEWAHR und einem tollen Team selbständig. Philosophie: Besser MIT den Prominenten reden, anstatt bloß über sie. Fair, nah, klar - BouleWAHR

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