•  

Lars Eidinger: Karl Lagerfeld als Vorbild

Schauspieler Lars Eidinger (43) muss sich in seiner neue Rolle im Film ‚All My Loving‚ mit einer plötzlichen Gehörlosigkeit auseinandersetzen. Im realen Leben hat er sich bereits mehrmals mit dem Tod beschäftigt, wie er im Interview mit spot on news verrät.

Memento Mori

Bereits als Kind hat sich der Schauspieler Gedanken über den Tod gemacht: „Ich hatte das schon ganz früh. Als Zehnjähriger habe ich mir ausgerechnet: Wenn ich jetzt zehn Jahre alt bin, dann habe ich, wenn alles gut läuft, nur noch achtmal so lange. Und das fand ich extrem wenig. Ich habe aber meinen Frieden damit gemacht, weil ich verstanden habe, dass der Reiz des Lebens genau darin besteht, dass es endlich ist.“

Karl Lagerfeld als Vorbild

Der Tod von Modeikone Karl Lagerfeld (†85) habe ihn weniger bestürzt, dafür umso mehr beeindruckt, wie er zugeben muss, denn: „Der Tod von Karl Lagerfeld hat mich eher hoffnungsvoll gestimmt. Ich hatte das Gefühl, er war mit sich und dem Leben im Reinen. Ich würde behaupten, er hatte ein sehr erfülltes Leben. Unter diesem Gesichtspunkt wurde auch die letzte Modenschau gefeiert. Er hat ja auch gesagt, dass er verbrannt werden möchte, weil er spurlos verschwinden will. Da hat jemand gelernt, loszulassen. Das finde ich bewundernswert.“

Lars Eidinger selbst weiß längst, wie er von der Erde gehen möchte: „Ich will auf keinen Fall verbrannt werden! Ich weiß doch gar nicht, was danach kommt. Am Ende muss ich im Jenseits als Häufchen Asche weiterleben. Ich möchte bitte so eingegraben werden, wie ich sterbe.“

© Cover Media (BL//)

Send this to a friend