•  

Marc Terenzi: Kindern und Freundin zu Liebe alkoholfrei

BouleWAHR sprach exklusiv mit Dschungel-Star Marc Terenzi. Uns gegenüber verrät er alles über einen großen Schritt in seinem Leben. Einen, den er für sich, seine Kinder, seine Freundin Anja, aber auch für seine Ex-Frau Sarah Connor geht.

 

Wie kommt es, dass du nun wieder mit den SixxPaxx auftrittst?

Viele meiner Fans haben mich angesprochen und gefragt: Was ist das, Marc? Wieso bist du nicht mehr mit den SixxPaxx on Tour? Das gab mir zu denken. Meine Fans begleiten mich teilweise schon seit 25 Jahren und wollen mich nun auf der Bühne mit dem SixxPaxx sehen und feiern das auch. Da habe ich es mir überlegt – und hier bin ich wieder.

Wie geht es dir damit?

Sehr sehr gut. Vor allem dir Mischung macht es aus. Ich stehe auf der Bühne, lebe gesund und kann jeden Tag trainieren. Das bringt mir viel und passt perfekt zu meinem neuen Lebensstil.

Wie ist der?

Ich habe zuletzt sehr viel Sport gemacht und echt auf meine Ernährung geschaut. Und jetzt bin ich so fit wie seit vielen vielen Jahren nicht mehr. Und das Wichtigste: Ich trinke keinen Alkohol mehr. Keinen einzigen Schluck. Das ist schon seit längerer Zeit so – und hat mein Leben auch verändert.

„Ich habe ein Rock N‘ Roll-Leben geführt“

Wie kam dieser Umschwung ? Nach dem Dschungelcamp und deinem Sieg hat man dich oft feiern gesehen – und auch schon mal mittags mit Bier in der Hand…

Ja, ich habe ein Rock N‘ Roll-Leben geführt – eigentlich beinahe die letzten 20 Jahre. Ich bin ständig gereist und hatte fast jede zweite Nacht einen Auftritt. Da ist mein Leben irgendwie auf der Strecke geblieben. Musik-Kollegen wie die Jungs von Nirvana oder Amy Winehouse sind an diesem Lifestyle zerbrochen und haben ihn nicht überlebt. Und ich habe mich gefragt, wie die nächste Phase meines Lebens aussehen soll – und wie alt ich denn werden möchte. Und deshalb habe ich vor einiger Zeit entschieden, dass es so mit mir nicht weitergehen soll. Ich wollte wirklich gesund und fit weiterleben. Und auch bewusst leben. Sodass meine Freunde und meine Familie, allen voran meine Kinder, noch lange etwas von mir haben. Und alles, was mich daran hindern könnte, wollte ich hinter mir lassen.

Wie kam es denn zu diesem Umdenken?

Ich hatte ständig Probleme und oft Ärger. Wer die Boulevardpresse verfolgt hat, der wusste: Mein Leben war nicht immer so einfach. Dann ist noch meine Mutter gestorben. Das hat mich beinahe zerstört. In der Zeit war es schwierig zu mir zu finden und meinen Kopf klar zubekommen. Dann habe ich vom einen auf den anderen Tag entschieden, dass es so nicht weitergehen kann. Ich kann nicht sagen warum. Ich fragte mich: Marc, wer bist du wirklich? Und wo bist du abgeblieben? Dann habe ich mich in das gestürzt, was mich mein Leben lang gestützt hat. Und das war meine Musik. Ich startete die Arbeit an einer neuen Platte. Denke über neue Bühnenshows nach. Und nach und nach haben mir diese Aktivitäten Kraft. Jetzt fühle ich mich mittlerweile wieder gut. Besser als jemals zuvor in den letzten sieben Jahren.

„Jetzt kann ich mich auch wieder selbst lieben“

Ein Schritt den du auch deinen Kindern zu Liebe gegangen bist?

Indirekt ja. Aber in erster Linie musste ich etwas für mich machen – um für meine Kinder da sein zu können. So eine Entscheidung muss man für sich alleine treffen, damit man sich selbst wieder aus dem Loch ziehen kann. Erst dann kann man ja auch wieder für andere da sein. Für alle Leute, die ich lieb hab.
Und es war eine meiner besten Entscheidungen seit langem. Ich habe dir Kraft zurück, meine Gefühle. Endlich fühle ich mich wieder als Mensch. Ich fühle mich selbst. Und jetzt kann ich mich auch wieder selbst lieben, gerade jeden Moment in meinem Leben.

Marc Terenzi posiert mit den fitten SixxPaxx. Foto: Ilbogamedia

Wie schwer fiel dir denn die Umgewöhnung vom Rock N Roll-Life hin zum gesunden, alkohollosen Leben?

Gar nicht. Das war sehr sehr schwer. Ich muss sagen, ich hatte schon Probleme. Aber als ich die Entscheidung getroffen hatte, stand ich eintausendprozentig dahinter. Weil es mir eben nicht gutging und ich das ändern wollte. Zuerst dachte ich natürlich: Erst mal sehen, ob du das durchhältst. Aber als es mir dann von Tag zu Tag besser ging, wusste ich, dass ich das Richtige tue. Und ich sagte mir: Mach‘ weiter so! Bleib‘ dabei.

Feierst du denn gar nicht mehr?

Doch, erst letztens war ich auf einer Party bei Freunden. Aber ich trinke nicht mehr. Und ich habe genauso viel Spaß wie früher. Aber mit einer komplett anderen Einstellung. Und ich fühle mich viel besser, kann auch mal bis vier Uhr morgens feiern und am nächsten Tag trotzdem schon morgens aufstehen. Für mich ist das Gemäßigte jetzt ein guter Lebensstil. Ich habe das aber alles geändert, muss kein Rock-Star mehr sein, dann lieber gesund sein. Ich möchte lieber ein gutes Leben haben, die Kraft haben mit guten Dingen auf der Bühne zu stehen.

Trinkst du denn überhaupt keinen Alkohol mehr?

Nullkommanull. Nicht mal mehr alkoholfreies Bier. Nichts. Und weißt du was? Es fehlt mir nicht! Ich habe nicht das Gefühl, etwas zu vermissen. Ich bin total zufrieden.

Und wie war es die ersten Wochen so?

Das war schwierig – für alle. Da bin ich ehrlich. Und klar hat man Angst vor Rückfällen. Aber ich bin da sehr hartnäckig und eisern.

Du hast ja nicht nur viel getrunken und gefeiert – du hattest auch viele Frauen. Jetzt bist du mit deiner Anja auch seit über einem Jahr glücklich…

Ja, ich würde sagen, dass ich meinen Platz endlich gefunden habe. Nicht nur auf der Bühne, auch im Privaten. Wenn ich nach Hause komme, weiss ich, da wartet jemand. Das tut mir gut. Das gibt mir eine gewissen Balance. Familie tut mir gut. Ich lebe mit den beiden Kindern meiner Freundin zusammen. Das funktioniert gut. Momentan geht alles wirklich glatt. Ich habe ein gutes Gefühl, das ich lange Zeit vermisst habe. Ich bin glücklich.

Wie reagiert dein Umfeld auf den neuen Marc?

Alle, die den neuen kennenlernen, mögen ihn lieber als den alten Marc (lacht). Den versoffenen, abgefuckten Marc hatten viele satt. Ich war lange Zeit nicht ich, eher jemand anders. Das haben mir auch viele ins Gesicht gesagt. Denen bin ich heute dankbar. Dass diese Leute jetzt sagen „Yeah, Marc is back“ ist ein schönes Gefühl. Ich habe mich selbst sieben Jahre lang gesucht, jetzt endlich gefunden.

Marc Terenzi: Entzug für Sarah Connor und seine Kinder

Hattest du ärztliche Unterstützung?

Ich war in keiner Klinik, weiß auch nicht, ob das etwas gebracht hätte. Ich denke, es musste von mir selbst kommen, nicht von einem Arzt.

Hat dir dabei auch dein Engagement mit den SixxPaxx geholfen?

In jedem Fall. Sie wurden meine Freunde und öffneten mir den Weg in die Fitness-Richtung. Unser Tag auf der Tour beginnt morgens früh im Fitnessstudio anstatt vormittags beim versoffenen Aufwachen im Band-Bus. Anstatt abends Party zu machen, bleiben wir nach der Show noch kurz für unsere Fans. Dann gehen wir schlafen. Und das ist gesund und tut gut. Das ist für mich genau der richtige Weg. Deshalb bin ich immer froh, wenn ich mit den SixxPaxx auf Tour bin.

Wie war es denn für die als du hörtest, dass die SixxPaxx plötzlich Michael Wendler geholt haben?

Ich finde es gut, wenn andere Promis es auch mal versuchen und sich Mühe geben, das auch zu leisten. Es ist nicht so einfach, das könnt ihr mir glauben. Vom Sänger zum Stripper. Das ist wie vom Koch zum Fischer. Die ganze Artistik, die Choreografie, das Tanzen – das ist schon hart das zu vereinen. Die ersten sechs Wochen habe ich nur trainiert. Fitness zwei Mal am Tag, Tanzen sechs mal am Tag, Choreographie auch täglich. Erst nach diesen sechs Wochen setzte ich das erste Mal einen Fuß auf die Bühne. Das war sehr schwierig. Und erst nach einem Jahr habe ich mich rundum sicher gefühlt.

Marc Terenzi trainierte für sein Bühnen-Comeback mit den SixxPaxx sehr hart. Foto: Ilbogamedia

Wie hat er sich einleben können?

Das ist sehr schwierig. Und ich denke, dass auch Michael Wendler gesehen hat, dass das nicht einfach ist. Ich versuche auch immer das auf der Bühne umzusetzen, was die Fans von mir sehen möchten. Das ist nicht jedermanns Sache. Die SixxPaxx und ich haben ein so gutes Verhältnis aufgebaut – beinahe wie eine Boyband. Wenn einer fehlt, dann wird er vermisst. Deshalb bin ich gerne zurückgekommen. Mir wurde auch gesagt, dass sich zahlreiche Fans beim Management und den Jungs gemeldet haben und sagten, dass sie mich vermissen.

Wie ist jetzt dein Verhältnis mit Michael?

Persönlich war er immer nett zu mir und das steht jetzt nicht zwischen uns. Ich denke, dass es mit den SixxPaxx nicht so gematcht hat.

Mallorca ist meine zweite Heimat geworden

Wo lebst du aktuell?

In der Nähe von Leipzig, in Groitzsch. Aber auch im Tourbus (lacht). Und während der Saison auf Mallorca. Da habe ich eine schöne Finca.

Haben Anja und du denn schon weitere Pläne?

Momentan passt alles gut zusammen. Sie weiß genau, was ich mache und möchte – und umgekehrt. Mal gucken, was für Zukunft bringt. Alles ist da möglich. Wir haben aber weder Druck noch Stress und genießen es gerade einfach.

Zuletzt hieß es sogar, dass Anja, ihre Kinder, du, Sarah, eure Kinder und Sarahs Mann Florian alle gemeinsam auf Mallorca waren…

Ja, das ist wahr. Sarah und ich sind noch immer die besten Freude. Das läuft gut. Auch für Kinder ist das das Beste. Wir halten das alles zusammen. Und alles was in unserer Familie passiert, bleibt in unserer Familie.

Ist Sarah glücklich über deinen Lebenswandel?

Sie steht immer hinter mir, so wie ich hinter ihr. Aber klar ist sie happy, dass ich diese Kurve bekommen habe. Das stärkt natürlich auch unser Verhältnis.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Send this to a friend