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Maren Tschinkel: „Lieber eine hässliche Wahrheit als eine schöne Lüge!“

Wie kommt man eigentlich vom einfachen Studenten Mädchen zum luxuriösen Modelleben? Genau das ist der 21 jährigen Maren Tschinkel  passiert! Mit 18 Jahren fing Sie an der Universität Bamberg an BWL zu studieren.

Gleich in ihrem ersten Semester bewarb Sie sich damals ‘aus Spaß’ bei einer der größten Misswahlen der Welt – „Miss Earth“- um Deutschland zu vertreten. Was dann geschah, veränderte ihr ganzes weiteres Leben. Trotz den gut bezahlten Modeljobs kommt das extreme Luxus-Leben der meisten Models über Kooperationen zustande.

Luxuriöse Kooperationen laufen nicht alleine über Instagram ab

Maren Tschinkel, 21 Jahre jung, in Ravensburg geboren und aufgewachsen. Mit gerade mal 17 Jahren ist sie ausgezogen und hat in Australien für ein halbes Jahr gelebt, um dort einen Sprachkurs zu machen. Mit 18 Jahren fing Sie an der Universität Bamberg an BWL zu studieren. Gleich in ihrem ersten Semester bewarb Sie sich damals ‘aus Spaß’ bei einer der größten Misswahlen der Welt – „Miss Earth“.

Foto: Tatiana Gerusova

Dieser gilt bislang als der drittgrößte Schönheitswettbewerb der Welt, nach „Miss World“ und „Miss Universe“. Bei dieser Teilnahmen setzte sie sich mit ihrem Aussehen und Intelligenz bei ihrer Konkurrenz erfolgreich durch und gewann die Krone für Deutschland. Im Oktober 2018 nahm sie dann als Miss Earth Germany bei der internationalen Miss Earth Wahl teil, die ca. 500 Tausend Zuschauer hatte. Dabei traf Sie auch auf viele Model Agenturen, Stars und Prominente.

Mit einem Wimpernschlag wurde Sie in die Welt der „Reichen und Schönen“ geworfen. Schnell erfuhr sie, dass Models in den meisten Restaurants und Bars umsonst trinken und essen bekommen, da die schöne Frauen in einer Bar immer neue Kunden locken. Somit dienen Sie, in diesem Monet, dem Geschäftsführer, um so neue Gäste zu bekommen. „In diesen Locations lernt man wiederum viele interessante Menschen kennen, wie z.B große Designer, wodurch man oft auf weitere Modeshows oder Galaabende eingeladen wird.“, erzählt das erfolgreiche Model weiter. „So wird man schnell von Event zu Event eingeladen und verdient nebenbei das Geld durch die Mode Branche.“

Foto: Oliver Sjöström

Doch wieso sieht und wirkt das Modelleben trotzdem so extrem glamourös? „Weil man als Model vieles des höchsten Luxus über Kooperationen bekommt. Dies sind meistens luxuriöse Hotels, Restaurants und Bars. Die Kooperationen laufen aber nicht über Instagram ab, so wie man es von Bloggern kennt, sondern dadurch, dass wir als Gruppe „Models“ in einer Bar sitzend oft neue Kunden anlocken. Außerdem wird man zu extrem vielen glamourösen Events und Veranstaltungen eingeladen. “ so Maren Tschinkel.

„Lieber eine hässliche Wahrheit als eine schöne Lüge!“

Wie einige ihrer Kolleginnen, ist auch Maren sehr sportlich und geht so gut wie jeden Tag ins Fitness. Bis vor einem Jahr hat sie dort auch Fitnesskurse als Trainerin gegeben. Doch durch das viele Reisen, musste sie es leider aufgeben. Ein Risikofaktor, wie Boulewahr weiter erfahren durfte: „Es ist sehr stressig, immer viel umher zu Reisen und nimmt einen auch körperlich sehr mit. Zusätzlich ist es kein konstantes Einkommen. Es kann mal sein, man hat viele Jobs in einem Monat, aber dann kann es wiederum sein, man hat im nächsten Monat gar keinen Job!“
Im Moment studiert sie BWL an der Universität Augsburg, wo sie auch ihren festen Wohnsitz hat. Maren Tschinkel wollte schon immer Model werden und hat damit ein Kindheitstraum verwirklichen.

Dennoch hat sie klare Vorstellungen, wie sie erzählt: „Ich will mich in keine Richtung lenken lassen und ganz meinen eigenen Weg gehen, deshalb habe ich auch kein Vorbild zu dem ich mich orientiere.“ Trotzdem gibt es natürlich berühmte Models, wie z.B. Romee Strijd oder Candice Swanepoel, zu denen sie aufschaut.

Dieses Jahr durfte sie zusammen mit Paul Marciano für „Guess“ shooten, wo sie besonders stolz drauf ist: „Das hat mich sehr gefreut, da es einer meiner Lieblings Modemarken ist!“ Zusätzlich war Sie diesen Juli auch schon auf dem Magazin Cover „Maxim“ zu sehen.

Doch nicht alle Shootings laufen so reibungslos, wie sie sich offen an sehr unangenehme Erlebnisse zurück erinnert: Bei einem sehr wichtigem Shooting wurde ich am Tag vorher krank und dachte ich könnte trotzdem das Shooting am nächsten Tag machen. Doch während dem Shooting ging es mir so schlecht, dass wir das Shooting abbrechen mussten!“ Trotz dieser Vorkommnisse wurden tatsächlich die ersten Bilder des Shootings für ein Cover veröffentlicht. „Anscheinend sah ich doch nicht so schlecht aus wie ich mich gefühlt habe!“, fügt sie lachend hinzu.

Foto: Christopher Schlierf

In den nächsten Jahren will sich Maren sehr auf das Modelleben fokussieren, da es jetzt ihre „besten Jahre“ sind. Klug und entschlossen, nimmt sie auch hier kein Blatt vor dem Mund. Ein für sie absolutes „No-Go“, wenn jemand nicht die Wahrheit sagt. Ihr Motto: „Lieber eine hässliche Wahrheit als eine schöne Lüge! Und dabei ist es mit wirklich egal worum es geht, also auch bei Kleinigkeiten!“

Sie freut sich auf das zukünftig, viele reisen, um noch mehr von der Welt zu sehen und verschiedene Kulturen kennenzulernen. Beruflich wird das Modelleben für sie in den nächsten 10 Jahren noch weiter gehen. Währenddessen würde sie sich auch gerne, in dem Bereich Sport, selbstständig machen, da es ihre absolute Leidenschaft ist.

Boulewahr bedankt sich für das offene Interview und wünscht Maren alles gute für ihren weiteren Lebensweg.

Titelfoto: Christopher Schlierf

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