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MC Fitti: „Ich möchte nicht, dass Kinder so aufwachsen…!“

Er ist als Phänomen einem Millionen-Publikum bekannt geworden: MC Fitti. In seinen verspielten Rap-Songs wie „30 Grad“ oder „Whatsapper“ kam der gelernte Elektriker ohne Kraftausdrücke und Schimpfwörter aus. Gute-Laune-Rap eben. Im BOULEWAHR-Interview verrät der 43-Jährige am Rande seiner aktuellen Tour warum er seine Freiheit nicht aufgeben will, wieso er sich um die deutsche Rap-Musik sorgt und weshalb er Stefan Raab vermisst.

Fitti landete mit „Whatsapper“ einen Hit.

Zwischen 2012 und 2014 landete er mit fünf seiner Songs in den Top100 der Charts. Sein Album #Geilon schaffte es sogar mehrere Wochen auf Platz zwei. Keine Frage, MC Fitti war mega angesagt. Heute, fünf Jahre später, ist es etwas ruhiger um den Musiker geworden. „Nach dem ganzen Erfolg und dem Spektakel musste ich das erstmal verdauen, es ruhiger angehen lassen“, erklärt der gebürtige Gifhorner.

Gangster-Rap? Fitti will das sich und seinen Kindern nicht antun

Der Musiker ist bei Kollegen wie Marteria äußerst beliebt.

Doch jetzt ist Fitti mit’m Bart wieder voll am Start. Denn als BOULEWAHR ihn am Telefon erreicht, ist er gerade mitten auf seiner gutbesuchten Tour. „Es macht richtig Spaß. Die Leute, die zu meiner Tour kommen, schalten gerne ab und machen Party. Die wollen keine Ghetto-Party.“ Da spricht der Spaß-Rapper ein spannendes Thema an. Denn ein Großteil der Charts wird aktuell von Gangster-Rap bestimmt.

Für Fitti nicht wirklich das Wahre. „Ich persönlich hoffe, dass es in der Musik bald wieder ein bisschen lockerer wird. So viel Gangster-Musik braucht man nicht wirklich“, sagt uns Fitti.

Aber der ehemalige Kulissenbauer weiß auch, wie der Markt funktioniert: „Es sind jede Menge junge Leute, die das gerade feiern. Kids inspiriert das vielleicht. Ich frage mich aber dann wofür? Den Ghetto-Flavour zu fühlen und sich wegzuknallen?“ Für Fitti nicht unbedingt erstrebenswert:  „Das ist definitiv nicht meins. Ich möchte nicht, dass meine Kinder später mit so einer Attitude aufwachsen; mit einer Musik, die nicht positiv ist.“

Beim Dschungelcamp sagte der MC schon mehrfach ab

MC Fitti ist gerade auf seiner Tour unterwegs.

Den Spaß-Musiker hat die neue Rap-Kultur schon längst verloren: „Deutsch-Rap kann ich mir generell kaum noch anhören. Sag‘ mir einen Song, in dem es nicht die ganze Zeit um Kokain, Hustensaft und die ganze Scheiße geht. Ich bin dann irgendwann ausgestiegen.“ Zwar weiß er auch, dass Ausnahmen dabei sind, aber: „Es gibt sicher auch Rap-Songs die ganz cool sind, aber die habe ich dann nicht mehr zu Ohren bekommen. Klar, Deichkind halten die Fahne noch etwas hoch. Aber ansonsten ist viel Luft da.“

Diese Lücke hat Fitti jetzt wieder ins Visier genommen. Aktuell arbeitet er an einer EP mit fünf oder sechs Songs. Er selbst ist beim Label „BELIEVE Digital“ unter Vertrag, kann dort Musik machen, ohne fremdbestimmt zu werden. Ein Album könnte ein Thema werden, TV-Auftritte aktuell auf Anfrage. „Ich schaue mir immer genau an, welche Formate ich mache. Klar kamen mal Anfragen von quotenreichen Shows wie ‚Dschungelcamp‘ oder so. Aber für sowas habe ich einfach noch zu viel vor und im Kopf.“

MC Fitti: „Noch mal mit Stefan Raab zusammenarbeiten? Ich wäre dabei!“

Wenn er nicht mit seinen Oldtimern unterwegs ist, fährt Fitti auch gerne Roller.

Was den Musiker allerdings reizen würde, wären Shows mit einer ganz bestimmten TV-Legende: Stefan Raab. „Ich war ja damals beim Bundes-Vision-Song-Contest. Und wurde danach auch für andere Formate mit ihm angefragt. Aber beim Turmspringen hätte ich ja mit Taucherhelm springen müssen, damit mein Bart danach noch sitzt. Jetzt ist Raab ja leider medial raus. Aber wenn er was macht, wäre ich dabei.“

Und wie sieht es bei dem 43-Jährigen privat aus? „Ich bin zwar liiert. Aber klar: Auch ich fahre gern mit meinem Oldtimer-Golf 2 durch mein Viertel und zwinkere den Mädchen zu. Da bin ich schon ein Player. Dennoch bin ich in festen Händen. Aber ich versprühe und ernte gerne gute Vibes.“ Na, dann…

Als überzeugte Kölnerin lebe ich seit 33 Jahren in der Domstadt, bin im gesamten Rheinland gut vernetzt und liefere von dort aus die meisten Geschichten an BouleWAHR. Außerdem bin ich ständig bei Instagram aktiv und verfolge die meisten TV-Shows mit VIP-Beteiligung. Schreibt mir gerne über Insta, wenn ihr Promi-News habt.

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