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EXKLUSIV! Mirja DuMont: „Ich dachte, ich sterbe!“

Mit ihrem erlittenen Hörsturz hat Mirja DuMont (42) sicherlich ihr härtestes Jahr hinter sich. Doch, dass es für Mirja derart dramatisch gewesen ist, konnte bislang keiner ahnen. Mit BouleWAHR sprach das Model jetzt erstmals über die schwersten Momente ihres Lebens.

Mirja ließ sich einen Raben als Zeichen ihrer Stärke tätowieren. Foto: Instagram

Seit einigen Wochen ziert ein riesiges Raben-Tattoo den schönen Rücken von Mirja DuMont. Für die Schauspielerin ist dies mehr als nur ein Tattoo. „Der Rabe ist mein Lieblingstier und ein Symbol für Kraft und Stärke. Und die brauchte ich in letzter Zeit mehr als je zuvor. Ich habe jetzt wirklich ein Scheiß Jahr hinter mir. Der Hörsturz mit Hörverlust auf dem rechten Ohr war der Horror“, erzählt Mirja im BouleWAHR-Interview am Rande der Fashion Week.

Es ist das erste Mal, dass die Blondine über die harte Zeit spricht, die hinter ihr liegt. Bislang war lediglich bekannt, dass sie 2017 einen schweren Hörsturz erlitten hatte und sich deshalb längere Zeit in intensiver Behandlung befand.

„Ich dachte teilweise: Das schaffe ich nicht!“

„Ich ging sieben Monate mit Schwindel durch die Welt, konnte kein Autofahren. Nicht Einkaufen gehen. Dauernd hat sich alles vor meinen Augen bewegt. Ich konnte nicht mal die Lebensmittel im Regal richtig sehen. Ich dachte teilweise: Das schaffe ich jetzt nicht mehr“, sagt Mirja im emotionalen Gespräch.

Mirja verbrachte 2017 – wie hier – viel Zeit bei Ärzten. Foto: Instagram

Die Behandlung ist hart: „Ich musste eine Sauerstofftherapie machen, wie das auch bei Taubgewordenen praktiziert wird. Aber auch dadurch habe ich nur die Hälfte meines Gehörs wiedererlangt. Die andere Hälfte gibt es nicht mehr.“ In dieser schwierigen Phase standen ihr wichtige Menschen bei – ohne die es vielleicht ganz anders ausgesehen hätte. „Mein, Vater, meine Mutter, meine Freundinnen haben mir immer gesagt: Das wird besser. Glaub‘ dran. Es kann nicht immer so schlimm bleiben. Und das war immer meine Motivation – obwohl ich zwischendurch schon aufgegeben habe.“ Es sind dramatische, aber sehr ehrliche Worte von Mirja im BouleWAHR-Gespräch.

Vor allem für eine Powerfrau war diese Einschränkung verstörend. „Ich war wie gelähmt, hatte sogar Angst. Vorher hatte ich im Leben noch nie irgendwie Angst gehabt. Ich war schon Fallschirmspringen, fahre Motorrad. Das Einzige, vor dem ich ein wenig Schiss hatte, war eine Vogelspinne. Und dann bin ich zu einem Terrarium gegangen und habe gesagt: Setz‘ mir das Ding auf die Hand. Ich habe keinen Bock mehr davor Angst zu haben.“

„Ich dachte wirklich, ich müsste sterben!“

Doch nach ihrem plötzlich aufgetretenen Hörsturz war das nicht so einfach. „Auf einmal kriegt man sowas und hat Panikattacken, die man vorher so gar nicht kannte. Das war richtig schlimm. Man weiß anfangs gar nicht, was das ist. Ich hatte solches Herzrasen. Ich dachte wirklich, ich sterbe.“

Sie wachte jeden Tag mit Angststörungen auf

Doch während bei den meisten Menschen Panikattacken auch mal längere Zeit ausbleiben, hatte Mirja damit täglich zu kämpfen. „Ich hatte sie einen kompletten Monat lang jeden Tag. Ich habe morgens die Augen auf gemacht und hatte schon Angststörungen. Dann beim Rausgehen von zu Hause. Im Supermarkt. Beim U-Bahn- und Autofahren. Ich hatte plötzlich vor allem Angst.“

Unvorstellbar für die meisten von uns! Was für eine schlimme Situation. Und obwohl Mirja oft ans Aufgeben gedacht hat, ließ sich die starke Schauspielerin nicht unterkriegen: „Genau dann muss man die Arschbacken zusammenkneifen.“ Und mit dieser Einstellung stellte sich Mirja ganz einfach ihren Dämonen.

„Ich fragte mich: Wovor hast du heute am meisten Angst? U-Bahn! In der Hauptverkehrszeit! Dann bin ich los. Mütze an, Mantel an. Schweißausbrüche ohne Ende. Herzrasen. Dann bin ich eingestiegen – und später ausgestiegen. Und merkte: War ja gar nichts! Und nur so konnte ich dagegen ankämpfen.“

Bei der Berliner Fashion Week feierte Mirja DuMont ein Red-Carpet-Comeback. Foto: Instagram

Heute geht es Mirja DuMont, die sich natürlich auch ärztlich betreuen ließ, schon viel besser. Aber dennoch: Auf dem Weg zur Berliner Fashion Week merkte sie, dass sie auch weiterhin vor solchen Attacken nicht immun ist. „Manchmal kommt es noch. Als ich zum Beispiel heute hier her gefahren bin und wusste, dass viele Leute kommen, Presse, laute Musik – da wurde mir schon mulmig zu Mute. Aber ich bin trotzdem unheimlich stolz, dass ich das alles so hinkriege. Das hätte ich nie gedacht.“

„Nur Freunde, Familie und Gesundheit zählen!“

Dennoch hätten wir Mirja beinahe auf der renommierten Maybelline-Party in Berlin vermisst. „Na klar denkt man zwischendurch immer: Jetzt drehe ich um. Das wird nichts. Aber jetzt ist alles okay.“

Eine wichtige Tatsache führte dieses unglaubliche Drama dem TV-Star wieder vor Augen: „Man merkt wie unwichtig eigentlich alles ist. Im Endeffekt sind doch Familie und Freunde das, was im Leben zählt. Und natürlich die Gesundheit.“

Mirja dankt Familie und Freunden

Mirja dankt in BouleWAHR ihrem Sohn Fayn für dessen Verständnis. Foto: Instagram

Besonderen Dank richtet Mirja noch an ihren Sohn Fayn (12). „Ich hatte ja so ein schlechtes Gewissen, weil ich ja nicht für ihn und meine Tochter da sein konnte. Aber er kam zu mir und versprach mir, dass ich das nicht haben bräuchte. Das fand ich toll – vor allem von einem Zwölfjährigen. Er, meine Freunde und meine gesamte Familie haben mich in einer Phase, in der ich nur noch geweint habe, aufgefangen. Und mir die Kraft gegeben weiterzumachen.“ Und so kann die Moderatorin heute schon wieder Lachen und nach vorne schauen.

Mirja DuMont – einen ganz großen Respekt an eine Kämpferin, eine Power-Frau, ein echtes Vorbild.

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