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Silbermond: „Mein Osten“

Silbermond (‚Krieger des Lichts‘) huldigen mit einer am Freitag 10. Mai veröffentlichten Ballade ihrer Heimat – und warnen in ‚Mein Osten‚ gegen einen Rechtsruck in Deutschland.

Silbermond stehen für Toleranz

Dreieinhalb Jahre hatten Fans nichts von Silbermond gehört, doch der neue Song ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an den Osten, gepaart mit mahnenden Worten, sich nicht den verlockenden Botschaften von Demagogen hinzugeben. Ja, es gibt viele Probleme, „aber was nicht hilft, sind wir uns da einig, Ideen von 1933.“ Es ist nicht das erste Mal, dass Silbermond sich entschlossen gegen einen Rechtsruck ausgesprochen haben. Bei einem Solidaritätskonzert nach einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Bautzen hatte Stefanie Kloß 2016 deutliche Worte gefunden: „Wo kommt der Hass und die Angst her? Alles, was extrem ist, hat noch nie geholfen. Wir brauchen Toleranz und Zusammenhalt.“ Vielleicht können Silbermond mit ‚Mein Osten‘ ein wenig dazu beitragen.

Foto: Starpress / Stefanie Kloss, Maxim Richarz, Andreas Nowak from Silbermond

Risse gehen durchs Land

Die Band um Sängerin Stefanie Kloß (34) liebt die Stadt, aus der sie stammt, ist jedoch gleichzeitig besorgt, wenn sie den Namen Bautzen in den Nachrichten hört. „Ich vergess nicht, wo ich herkomm. Ich kenn dich, kenn dich gut, mein Osten, mein Osten, versteht zum Teil auch deine Wut„, heißt es in der mit Gitarre untermalten Ballade, bevor sich die Band den Problemen der Region zuwendet: „Risse gehen durch Familien und ein Riss geht auch durch mich. Denn ich weiß: Mit Mittelfingern lösen wir dieses Problem nicht.“

 

Foto: Starpress

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