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Timo Hildebrand: „Yoga ist meine neue Leidenschaft!“

Fußballtorwart Timo Hildebrand (39) blickt auf eine erfolgreiche Karriere zurück. Beim VfB Stuttgart wurde er Bundesliga-Profi – und später deutscher Meister. 2004 gab er sogar sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Vor vier Jahren beendete er dann seine Laufbahn, hat seitdem eine andere Leidenschaft für sich entdeckt. Mit BouleWAHR sprach er am Rande seiner Spenden-Gala „Stuttgart helps“ über sein überraschendes neues Hobby.

Timo Hildebrand arbeitet immer mal wieder als TV-Experte.

„Ich bin entspannt!“ Das ist einer der ersten Sätze, die Timo uns gegenüber äußert. Und das sieht man ihm auch an. Auf der Spendengala „Stuttgart helps“ (kurz: STELP) wirkt er froh und mit sich selbst im Reinen.

„Ich habe zwar keine Bilderbuch-Karriere hinter mir, aber ich habe super Erfahrungen machen dürfen und viele Menschen kennengelernt. Ich bin stolz darauf, meinen Weg gegangen zu sein“, resümiert er im BouleWAHR-Gespräch.

„Schade, dass es oft nur auf das Geld reduziert wird.“

Die heutigen Entwicklungen im Fußball-Kosmos empfindet Hildebrand als befremdlich: „Heutzutage wird noch mehr Geld verdient, es ist alles schneller geworden. Ich weiß noch, bei mir war der Anfang mit einer Handykamera – und jetzt geht ohne Social Media gar nichts mehr.“

Die hohen Summen, die einem Spieler für den Wechsel der Mannschaft angeboten werden, sind da nichts Neues. Doch er glaubt fest daran, dass das nicht alles ist: „Ich finde es schade, dass es oft nur auf das Geld reduziert wird. Jeder spielt Fußball aus Leidenschaft. Klar werden Verträge unterschrieben. Aber insgesamt will jeder Fußballer einfach Erfolg haben. Das Geld wird durch den Markt reguliert und der ist natürlich enorm geworden.“

Aufgrund einer Operation an der Hüfte kann der ehemalige Torwart keine Laufbahn als Torwart-Trainer einschlagen. Doch das stört ihn nicht, denn er hat bereits eine andere Leidenschaft gefunden, die ihn total erfüllt.

„Ich mach ganz viele verschiedene Sachen“

Timo Hildebrand empfing bei seinen Yoga-Days auch Politiker Cem Özdemir. Fotos: Instagram, C. Yunck

Nach einer erfolgreichen Karriere im Fußball scheint es erstmal schwierig, ein anderes wirklich erfüllendes Hobby zu finden. Timo erzählt: „Ich mache ganz viele verschiedene Sachen. Ich habe letzte Woche erst ein Yoga Festival in Stuttgart organisiert. Das war ein mega Erfolg. Ganz vielfältig.“

Um die 600 Leute sind zu dem Event erschienen. Kein Wunder, Generation Y(oga) dominiert seit einigen Jahren die Freizeit-Domäne. Das Angebot hat sich vervielfältigt und nicht zuletzt durch die sozialen Netzwerke wurde Yoga zum regelrechten Hype heraufkatapultiert. Ob sich Timo auch ein paar Tipps und Tricks auf Instagram und Co. geholt hat?

„Yoga kann ich jedem empfehlen“

Für ihn steht auf jeden Fall fest: „Yoga ist eine neue Leidenschaft. Es hilft mir einfach rein körperlich. Und auch vom Alltag runterzukommen. Ich habe auch schon was anderes gemacht, ein anderes Bewegungssystem ausprobiert, aber Yoga kann ich jedem empfehlen.“

Vom Fußballfeld auf die Yogamatte, wer hätte das gedacht. Doch Timo scheint es gut zu tun. Und wer weiß, vielleicht treffen wir ihn doch schon bald als Yoga-Lehrer im Fitnessstudio wieder.

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