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Tom Gerhardt: Auftritts-Bremse für die Familie

Tom Gerhardt (61) wurde mit seinen Rollen in „Ballermann 6“ oder „Hausmeister Krause“ einem der Kult-Schauspieler Deutschlands. Doch auch heute ist der Kölner nach wie vor total gefragt. Sogar ein bisschen zuuu sehr – wie der Komiker im exklusiven Interview mit BOULEWAHR verrät.

„Ich stand letztes Jahr 200 Mal auf der Bühne. Das war echt viel und schon sehr heftig für mich. Dann bleibt einfach zu wenig Zeit für die Familie. Oder Zeit, um mal ein spannendes Buch zu lesen, oder eine interessante Doku anzuschauen“, berichtet uns Tom Gerhardt als wir ihn auf der „Lambertz Monday Night“ treffen. Doch dieses Jahr soll alles anders werden.

Auftritts-Verzicht für seine Liebsten

Denn Tom Gerhardt tritt ganz bewusst kürzer. Und das hat auch einen ganz bestimmten Grund, wie er gegenüber BOULEWAHR erklärt: „Ich habe mir vorgenommen, mir dieses Jahr ein bisschen mehr Zeit genommen für meinen achtjährigen Sohn. Das hat er sich nämlich verdient.“

Tom Gerhardt wurde durch Rollen wie „Hausmeister Krause“ berühmt.

Der kleine Rodrigo hat im letzten Jahr nicht viel von seinem prominenten Papa gehabt. Das sieht sogar der Comedian selbst so und will nicht, dass ihm die Zeit davonläuft: „Ich will nicht warten bis die Zeit kommt, wenn er in dem Alter ist, in dem Jugendliche keinen Bock mehr haben mit ihrem Papa rumzuhängen, sondern dann viel lieber mit ihren Freunden Zeit verbringen. Deshalb muss ich die Zeit in jedem Fall noch schnell nutzen.“

Und genau das macht das Papa-Sohn-Gespann jetzt. Und beide haben so Einiges zu tun: „Beim Fußball rennt mir mein Sohn mittlerweile schon davon. Ansonsten gehen wir sehr gerne Schwimmen. Wir springen dann gern ins Aqualand. Wenn es beschaulicher und entspannter sein soll, dann ins Mediterana. Ansonsten machen wir Alles, was so ansteht. Die Welt erforschen. Oder zum Beispiel Bakterienkulturen unter dem Mikroskop anschauen.“

Der kleine Rodrigo (8) geht schon zur Theaterschule

Und der kleine Rodrigo wandelt sogar schon auf den Spuren seines Promi-Papas. „Ob er Schauspieler werden möchte, weiß er noch nicht. Aber ich bringe ihn auch regelmäßig zur Theaterschule. Alles auf eigenen Wunsch.“

Toll, dass Tom Gerhardt seine Karriere für seine Familie zurückschraubt. Aber auch für sich selbst möchte sich der sonst so vielbeschäftigte Komiker etwas mehr Zeit nehmen: „Ich möchte ein bisschen rumreisen, meinen Bruder in Portugal besuchen, meine Schwester in Kanada. Ich war erst über Neujahr in Brasilien, habe Silvester im Pool gelegen. Das war herrlich. Meine Schwiegereltern waren auch da. So bin ich gut aufgewärmt ins neue Jahr gekommen. Und mit dieser lockeren, flockigen Art kann es in diesem Jahr gerne weitergehen. Mal gucken, ob man mich lässt.“

Oha! Denn so ganz sich ein gefragter Künstler wie Tom Gerhardt den ganzen Nachfragen und Angeboten nicht entziehen: „Vielleicht werde ich noch eingeholt von manchen Projekten, die ich selbst mal angekurbelt habe. Aber ich wünsche mir insgeheim, dass das erst im nächsten Jahr ansteht. Dann kann ich nämlich endlich mal ein Jahr klein bisschen zurücklehnen kann.“

Tour mit Theaterstück und Buch wird es dennoch geben

Tom Gerhardt tourt in diesem Jahr mit dem Theaterstück „Ketten der Liebe“. Fotos: Facebook, privat

Auch wenn sich Tom selbst eine Begrenzung setzt, stehen dennoch für 2019 spannende Projekte an: „Dieses Jahr sollten es nicht mehr als 80 Auftritte werden. Das ist schon ein größerer Einschnitt für mich. Aber klar muss ich auch beruflich was tun. Ich gehe dieses Jahr noch auf Tournee mit einem selbstgeschriebenen Stück. Mit dem Theaterstück ‚Ketten der Liebe‘. Damit gehe ich quer durch Deutschland. Ein Buch werde ich auch veröffentlichen. Aber da kann ich noch nicht viel verraten, nur soviel: Es geht in Richtung Wilhelm Busch.“ Wir dürfen gespannt sein…



 

 

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