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Vasi Muharem: So genial reagiert sie auf mieses Sex-Mobbing

Dieses Bild war eigentlich gut gemeint – in den Augen vieler allerdings ein bisschen zu gut. „Temptation Island“-Star Vasfije „Vasi“ Muharem postete jetzt auf ihrem Instagram-Account ein Foto von sich, das sie im Zuge der Dreharbeiten der RTL-Show auf Thailand zeigt. Da auf der asiatischen Insel an die 40 Grad herrschten und am Strand gefilmt wurde, präsentierte sich die 24-Jährige entsprechend im Bikini. Doch kurze Zeit später löscht Vasi das Bild wieder – und zeigt eine Reaktion, mit der sicher niemand gerechnet hätte. BOULEWAHR sprach exklusiv mit ihr.

„Viele Follower bitten mich immer darum, Eindrücke aus der Zeit bei ‚Temptation Island‘ zu posten“, erklärt uns Vasi ihre Intention beim Posten ihres letzten Insta-Bildes. „Ich habe dann mein Handy durchwühlt und ein Foto gefunden, das Maryana von mir gemacht hat. Ich sitze da auf einem Treppengeländer. An sich nicht Spektakuläres – nur im Bikini halt. Aber das ist ja nicht Besonderes“, dachte sich Vasi zumindest.

Dieses Bild ist mittlerweile wieder vom Instagram-Account von Vasi verschwunden.

Dieses Detail ließ ihre Community durchdrehen

Zuletzt traf Vasi in Hamburg Olivia Jones, bekam gute Ratschläge in Sachen Toleranz.

Doch kurze Zeit nachdem sie das Bild hochgeladen hat, wird sie von den Reaktionen einiger, weniger Follower überrascht. „Ein kleiner Teil der Community hat sich beschwert und mich gefragt, was das jetzt soll. Warum ich mich derart nackt zeigen würde. Und eine Followerin fragte mich sogar, ob ich als nächstes einen Porno drehen würde“, schildert uns Vasi geschockt. Mit solchen empörten Kommentaren hatte die Pfälzerin bei Weitem nicht gerechnet. Zumal sie gerade erst ihre Beziehung zu Mit-Kandidatin Tabea Thomas öffentlich machte und im Zuge dessen eine breite Welle der Toleranz und Aufgeschlossenheit erfahren hatte.

Normalerweise zeigt sich Vasi Muharem auf ihrem Instagram-Account nicht freizügig. Fotos: Instagram, C. Yunck, M. Born (2)

„Das erste, das einem dann durch den Kopf geht: Lösch‘ das Bild einfach und ersetze es durch ein anderes Bild, das nicht so viel Anstoß erregt“, sagt Vasi ehrlich und erklärt offen: „Ich bin jetzt erst seit Kurzem so enorm im Fokus der Öffentlichkeit. So ein Shitstorm geht mir daher wirklich noch sehr nahe. Ich bin das nicht gewöhnt, lasse sowas wirklich an mich ran.“

Doch als Vasi schon so durch ihr Handy wilderte und nach einer Alternative suchte, kommt sie ins Grübeln. „Ich konnte irgendwie nicht verstehen, dass man als Frau kein Bild zeigen darf, das ein bisschen mehr zeigt. Ich meine, ich bin ja lediglich im Bikini zu sehen. So, wie mich auch jeder im Schwimmbad oder am Strand sehen kann. Es ist ja kein Foto, das mich in Unterwäsche oder aufreizenden Dessous zeigt„, sagt Vasi, die sich als Frau eigentlich nicht in ihrer Freiheit einschränken möchte. Dennoch löscht sie das Bild, um es dann doch wenig später wieder hochzuladen – mit einem ganz besonderen Detail.

Vasi zu BOULEWAHR: „Das ganze war eine Kurzschluss-Reaktion…“

Mit einem Kartoffelsack bedeckte Vasi ihren Körper, um mit Ironie auf einige, wenige negative Kommentare zu reagieren.

Denn ihren Körper bedeckte sie mit einem Kartoffelsack und schrieb dazu: „Aufgrund eurer vielen Kommentare habe ich das von mir gepostete Bikini-Foto nochmal explizit euren Wünschen und Vorstellungen angepasst. (…) So hoch die Akzeptanz in Sachen gleichgeschlechtliche Liebe auch sein mag – beim Body einer Frau hört sie auf.“

Wow, was für eine klare Ansage, mit der Vasi eine Lanze für jede Frau bricht, die unter dem Thema Body-Shaming leidet. Ihr Posting schließt die Deutsche mit mazedonischen Wurzeln mit dem Satz: „Ich hoffe, dieses korrigierte Foto empört keines eurer Gemüter.“

Als BOULEWAHR Vasi zu diesem mutigen Schritt befragt, erklärt sie: „Es hat mich einfach wütend gemacht, dass man als Frau nicht ein ganz normales Bikini-Bild posten kann, ohne gleich in eine gewisse Ecke gestellt zu werden. Das neue Bild war eine Kurzschluss-Reaktion, da habe ich nicht viel nachgedacht. Ich habe mir nur die Kommentare durchgelesen und dachte mir: Vielleicht ist es ja das, wie mich die Leute sehen wollen.“ Für diese mutige Reaktion mit einer Mischung aus Ironie und Protest erntete die Influencerin zahlreiche positive Reaktionen und Kommentare.

Auch ihre Herkunft spielt bei den Foto-Gate eine wichtige Rolle

Diesen Text richtete Vasi an ihre Insta-Follower.

„Einige junge Frauen haben mir private Insta-Nachrichten gesendet und mir gesagt, dass es ihnen auch schon so ging. Und dass sie sich jetzt solche normalen Bilder auch nicht mehr mies machen lassen. Das hat mich mit am meisten gefreut„, zieht Vasi ein Resümee. Doch auch ein weiterer Umstand macht der muslimisch groß gewordenen Bopparderin große Freude. „Ich habe aufgrund meiner Herkunft eine größere albanisch, mazedonischen Community. Klar sind die besonders empfindlich bei solchen Bildern. Aber ich bin nun  mal Deutsche, lebe hier, bin hier aufgewachsen. Aber ich habe nach dem Bild auch viele positive Reaktionen aus dieser Richtung bekommen. Das bedeutet mir viel“, erklärt uns Vasi.

Selbst Vasis sonst recht kritischer Bruder lobte ihre Reaktion auf das miese Netz-Mobbing.

Und wie wird es nun in Zukunft aussehen? Welche Art von Fotos dürfen wir von der 24-Jährigen erwarten? „Ich möchte mir nichts verbieten lassen. Und wenn mal ein Bikini-Foto aus gegebenem Anlass dabei ist, dann ist das halt so. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich ohnehin keine Frau bin, die sich übertreiben freizügig zeigt.“ Aber offenbar auch keine Frau, die sich von anderen einfach so etwas verbieten lassen möchte.

Das hat Vasi jetzt durch dieses lustige Posting deutlich gemacht…

Als überzeugte Kölnerin lebe ich seit 33 Jahren in der Domstadt, bin im gesamten Rheinland gut vernetzt und liefere von dort aus die meisten Geschichten an BouleWAHR. Außerdem bin ich ständig bei Instagram aktiv und verfolge die meisten TV-Shows mit VIP-Beteiligung. Schreibt mir gerne über Insta, wenn ihr Promi-News habt.

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